Kinderliturgie

Kinder feiern Eucharistie anders
An einem strahlendschönen und klirrend kalten Morgen im Jänner mache ich mich auf den Weg zum Akkonplatz. Ich habe mich darauf vorbereitet mit den Kindern über den Sabbat bzw. den Sonntag zu sprechen.
Diesmal sind Anna, Paul, Ulrike, Naomi, Anora und Sebastian gekommen. Wir sind eine kleine Runde. Nach der Begrüßung frage ich alle ob sie gerne gekommen sind. Anora erzählt, dass ihre Oma aus Amerika zu Besuch ist und sie lieber bei ihr geblieben wäre. Aber nun ist sie mit Begeisterung dabei.
Ich erzähle wie Jesus am Sabbat einen Kranken heilt, und die Priester ihm vorwerfen die Ruhe am Sabbat gebrochen zu haben. Jesus sagt, dass der Sabbat für den Menschen da sein soll, und nicht die Menschen für den Sabbat. Manche Dinge müssen auch am Sonntag sofort erledigt werden, zum Beispiel Krankenpflege, Rettungsdienst, Hilfe bei Notfällen. Dazu gehört aber nicht das Einkaufen am Sonntag. Auch wir wollen am Sonntag nicht arbeiten und unsere Familienangehörigen und Freunde sollen Zeit zum Beten, Nachdenken, Erholen und für ein Miteinander haben.
Ich habe Oblaten und Apfelsaft mitgebracht. Gemeinsam decken wir den Gabentisch und üben das Ruhigwerden. Wenn wir das Vaterunser beten, wollen wir versuchen, die Kraft der Gemeinschaft zu spüren. Beim Gang zur heiligen Kommunion denken wir daran, was Jesus zu seinen Jüngern gesagt hat. Nun teilen Sebastian und ich die Oblaten und den Apfelsaft aus. Einige kleinere Kinder wollen ihre Oblate in die Kapelle mitnehmen und sie statt der Hostie verzehren. Sie freuen sich, weil sie jetzt endlich ungefähr wissen wie das heilige Brot schmeckt, und sie sind schon neugierig auf ihre Erstkommunion.
Nun holt uns Anni und wir feiern die Eucharistie mit den Erwachsenen zu Ende.

Kinderliturgie jeden Sonntag um 9 Uhr
Kinderliturgie am Samstag siehe Terminkalender!

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